SICHERHEIT

Sicherheitsmethodik

Die Entwicklung und Implementierung hochautomatisierter Fahrsysteme nach SAE J3016, Level 4 benötigt den sorgsamen Einsatz der passenden Prozesse und Methoden für einen sicheren und effektiven Betrieb. Dafür entsteht gerade ein wachsender Rahmen aus diversen bestehenden und neuen Normen und Regulierungen. Folgende Normen sind u.a. für europäische Hersteller*innen entscheidend:

 

  • Verordnung (EU) 2019/2144
  • General Safety Regulation, GSR
  • Durchführungsverordnung (EU) 2022/1426

 

Diese Vorgaben regeln, wie automatisierte Fahrzeuge genehmigt werden und verlangen unter anderem eine genaue Beschreibung und Ermittlung der relevanten Einsatzbedingungen und notwendigen Fähigkeiten der Fahrzeuge und Systeme (ODD), eine nachvollziehbare Sicherheitsargumentation und definierte Prüfmethoden [VO (EU) 2019/214][VO (EU) 2022/1426]. Ergänzt wird dies durch Regelungen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) [UNECE_155][UNECE_156].

Auf technischer Ebene sind ein umfassendes Set an Normen zu berücksichtigen, u.a.:

 

  • ISO 26262:2018
  • ISO 21448:2022
  • ISO/SAE 21434:2021
  • ISO 24089:2023
  • UL 4600:2022
  • IEEE 2846:2022
  • ISO 34501-34508

 

Bei der Validierung setzen sich zunehmend Ansätze durch, die im New Assessment/Test Method (NATM)-Rahmen der UNECE vorgeschlagen werden. Dieser kombiniert vier Säulen: Audit, Simulation, Fahrten auf Teststrecken und im Realverkehr [UNECE_FRAV/VMAD].

Auf Basis dieser Entwicklungen, Normen und Regulierungen wird in ROBERTA eine Evaluierungs- und Bewertungsmethodik erarbeitet und umgesetzt, um den sicheren Pilotbetrieb zu gewährleisten und den langfristigen, nachhaltigen Einsatz der Busse in Österreich vorzubereiten.