KONSORTIUM
19 Partner. Eine Vision.
Partner*innen aus Verkehrsunternehmen, Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten unter der Leitung der FH Oberösterreich an der Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Österreich.
Verkehr
Regionale Verkehrsunternehmen aus vier Bundesländern setzen die Piloten im laufenden Betrieb um – gemeinsam mit Bundesländern, Verkehrsverbünden und Gemeinden.
Wissenschaft
Forschungsinstitutionen und Universitäten bringen wissenschaftliche Methodik, Evaluation und internationale Vernetzung ein. Die Projektleitung liegt bei der Fachhochschule Oberösterreich.
Wirtschaft
Technologieunternehmen und Systemanbieter liefern Fahrzeuge, Remote-Management-Systeme und digitale Infrastruktur für den skalierbaren Betrieb.
Projektleitung
FH Oberösterreich
PROJEKTLEITUNG
Die Fachhochschule Oberösterreich koordiniert das Gesamtkonsortium, leitet die wissenschaftliche Forschungsarbeit und vertritt das Projekt in nationalen und internationalen Gremien sowie auf Veranstaltungen.
Projektpartner
ALP.Lab ist ein unabhängiger Dienstleister für automatisierte und vernetzte Mobilität mit Schwerpunkten in ADAS/AD-Tests, Verkehrs- und Infrastrukturanalysen sowie Lösungen für automatisierte Mobilität. Im Projekt ROBERTA leitet ALP.Lab die Pilotregionen Steiermark & Kärnten und trägt wesentlich zur Entwicklung und Durchführung des Erprobungsprozesses sowie zur Erarbeitung des Sicherheitskonzepts inklusive Remotemanagement bei.
Bosch betreibt in Österreich internationalen Kompetenzzentren für die Entwicklung zukunftsweisender Mobilitätstechnik, u.a. in Wien. Nahezu die Hälfte der 3 300 Mitarbeitenden im Land ist im Engineering-Bereich tätig und arbeitet an der Entstehung innovativer Lösungen für vernetzte Mobilität und Künstlicher Intelligenz. Im Projekt ROBERTA bringt Bosch Know-how in den Bereichen Ladeplanung von Elektrobussen, Fahrzeug-Connectivity und -Cybersecurity ein.
Die FH Oberösterreich ist die forschungsstärkste Fachhochschule Österreichs mit vier Standorten und 75 Bachelor- und Masterstudiengängen. Die Forschung zielt auf unmittelbare Umsetzung in Wirtschaft und Gesellschaft ab. Das Logistikum in Steyr ist bundesweit führend in der interdisziplinären Forschung zu Logistik, Mobilität und automatisiertem Fahren.
Die GKB ist mit 165-jähriger Geschichte die größte Privatbahn Österreichs und zentraler Nahverkehrsmobilitätsdienstleister für die West- und Südweststeiermark. Das Unternehmen betreibt drei S-Bahn-Linien, RegioBus-Linien und Schienengüterverkehr und befördert jährlich über 6 Millionen Fahrgäste. Mit der Teilnahme an ROBERTA setzt die GKB ihre Innovationstradition im Bereich autonomes Fahren fort.
JOANNEUM RESEARCH ist eine außeruniversitäre Forschungsgesellschaft im Eigentum der Länder Steiermark, Kärnten und Burgenland. Rund 500 Mitarbeitende forschen an sechs Standorten an Lösungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie. In ROBERTA bringt das Digital Twin Lab Expertise in simulationsfähigen Digitalen Zwillingen und UHD-Karten ein und integriert Daten für Monitoring und Optimierung des autonomen Betriebes.
Die OÖVG ist die zentrale Organisation für Planung, Koordination und Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs und multimodaler Mobilitätsangebote in Oberösterreich. Der OÖ Verkehrsverbund übernimmt im Projekt ROBERTA die Detailplanung der Pilotstrecke in Oberösterreich und integriert die Pilotanwendung in die Fahrgastinformation und den Vertrieb des Verkehrsverbundes. Begleitend setzt der OÖ Verkehrsverbund gezielte Kommunikationsmaßnahmen und stellt die Beauskunftung über bestehende Verkehrsauskunftssysteme sicher.
Die 1935 gegründete Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe GmbH ist ein Familienunternehmen im oberösterreichischen Personennahverkehr. Als Partner des OÖ Verkehrsverbund verantwortet das Unternehmen ein weitreichendes Liniennetz mit moderner Fahrzeugflotte. Im Projekt ROBERTA setzt das Unternehmen den Testbetrieb hochautomatisierter Busse in Hagenberg operativ um und trägt zur Vorbereitung des autonomen Linienverkehrs bei.
ANDATA ist ein österreichisches Technologieunternehmen, das seit 2004 in den Bereichen Künstliche Intelligenz und szenario-basierte Ansätze für Entwicklung, Validierung und Freigabe komplexer Regelungssysteme tätig ist. Die Expertise umfasst integrale Fahrzeugsicherheit – von passiver und aktiver Sicherheit bis zum automatisierten Fahren. In ROBERTA leitet ANDATA das Thema Anforderungsanalyse und Systemdesign.
Digitrans ist ein österreichisches Kompetenzzentrum für automatisiertes Fahren und bietet spezialisierte Beratung, Test-Expertise sowie eine intelligente Testumgebung für den Personen- und Gütertransport. Das Testcenter verfügt über eine Outdoor-Beregnungsanlage für reproduzierbare Regentests von Sensorik und Assistenzsystemen. Digitrans unterstützt zudem die Entwicklung und Erprobung fahrerloser Mobilitätsanwendungen.
Gerald Windisch / eMobility consult ist seit über einem Jahrzehnt unabhängiger Partner für Mobilitätstransformation im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien und Digitalisierung. Die Schwerpunkte liegen in Elektromobilität, smarten Logistikkonzepten, automatisierter Mobilität im DACH-Raum sowie Vehicle-to-Grid- und Vehicle-to-X-Technologien. Das Unternehmen begleitet Unternehmen, Regionen und Institutionen mit ganzheitlichem Beratungsansatz.
Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB) ist der städtische Verkehrsdienstleister und Mobilitätskoordinator Innsbrucks. Das Unternehmen sorgt 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für zuverlässige und pünktliche Mobilität und leistet damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Stadt. Im Rahmen von ROBERTA verantworten die IVB den Betrieb der autonomen Teststrecke in Innsbruck.
Die KEBA Group AG mit Sitz in Linz ist ein international tätiger Spezialist für industrielle Automatisierungslösungen. Im Projekt ROBERTA bringt KEBA ihre Erfahrung in der Entwicklung sicherheitskritischer Automatisierungssysteme ein. Zentrale Aufgabe ist die Konzeption, Entwicklung und Bewertung eines Fahrgastassistenzsystems für automatisierte Busse für einen sicheren und nutzerfreundlichen Betrieb im ÖPNV.
Das SCCH ist ein unabhängiges Forschungszentrum für Software und Data Science mit rund 120 Mitarbeitenden aus 18 Nationen. Als COMET-Zentrum wird es vom Bund und vom Land Oberösterreich unterstützt. Im Projekt übernimmt das SCCH Aufgaben bei der Anforderungserhebung und KPI-Definition sowie der technischen Evaluierung, Datenanalyse und Auswertung realer Betriebsdaten im laufenden Busbetrieb.
Business Upper Austria ist die Standortagentur des Landes Oberösterreich. Der Automobil-Cluster unterstützt im Projekt die österreichische Fahrzeugindustrie durch Know-how-Aufbau und -Transfer, den Wissenstransfer aus Vorgängerprojekten, die Vernetzung von ROBERTA mit SAAM Austria, die Betreuung der oberösterreichischen Pilotregion gemeinsam mit Digitrans sowie die Verbreitung der Ergebnisse.
Dr. Andreas Eustacchio, LL.M., ist Rechtsanwalt und Rechtsexperte an der Schnittstelle von autonomem Fahren und Künstlicher Intelligenz. Im Projekt übernimmt er die Leitung der rechtlichen Rahmenbedingungen (AutomatFahrVO, DSGVO, Cybersecurity), die Evaluierung des Rechtsrahmens sowie die Erarbeitung von Empfehlungen zur breitflächigen Umsetzung autonomen Fahrens in Österreich.
Die Grazer Energieagentur (GEA) fördert Energieeffizienz und erneuerbare Energien für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung. Als Forschungseinrichtung entwickelt sie nachhaltige Lösungen in Mobilität, Gebäuden und Energiesystemen. In ROBERTA leitet die GEA das Arbeitspaket Evaluierung, verankert Gender & Diversity sowie Nachhaltigkeit, entwickelt Ladeoptimierung und begleitet die AREA Süd in der Vorbereitung und Umsetzung des Pilotbetriebes.
Irene Fuchs ist als erfahrene Designerin für die visuelle Kommunikation des Projekts nach innen und außen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Konzeption und Umsetzung von Informationsmaterialien in Print und Online für Partner und Pilotregionen sowie die anschauliche Darstellung von Projektergebnissen und -prozessen.
Das KFV wurde 1959 gegründet und setzt sich seit mehr als 60 Jahren für Unfallverhütung und Sicherheit in Österreich ein. In ROBERTA übernimmt das KFV eine Bedarfs- und Anforderungsanalyse, führt Befragungen und Interviews zur Nutzer:innenzufriedenheit und Akzeptanz durch und erarbeitet praxisnahe Empfehlungen zur Optimierung von Betrieb, Servicequalität und Kommunikationsprozessen.
Virtual Vehicle Research GmbH (ViF) ist ein führendes Forschungszentrum für Fahrzeugtechnologien und automatisiertes Fahren. Im ROBERTA-Projekt entwickelt ViF datengetriebene Methoden zur Analyse, Bewertung und Absicherung automatisierter Busse sowie zur Integration, Simulation und Validierung innovativer Systeme im realen Betrieb. Ziel ist ein sicherer, skalierbarer und nachhaltiger Einsatz im öffentlichen Verkehr.
LOC-Partner
Letter of Commitment
Fördergeber
Die Erprobung von automatisierter ÖPNV-Mobilität unter realen Bedingungen im Langzeitbetrieb in verschiedenen Pilotregionen führt zu Erkenntnissen für eine rasche, effiziente und österreichweite Umsetzung von automatisierter Mobilität im ÖPNV und damit zur Schaffung eines nachhaltigen Mobilitätsangebotes. Automatisierte Busse können eine attraktive Alternative zum eigenen Auto sein – insbesondere für kurze Strecken oder tägliche Pendelwege – und tragen so zur Reduktion von Emissionen und Verkehrsbelastung bei. In dünn besiedelten Gebieten ist der öffentliche Verkehr oft eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Automatisierte Busse ermöglichen flexible, bedarfsorientierte Fahrten, wodurch auch abgelegene Orte besser angebunden und somit die Erreichbarkeit erhöht wird. Zentraler Nutzen von ROBERTA für Fördergeber sind evidenzbasierte Ergebnisse zur Entscheidungsunterstützung bei der Skalierung automatisierter Mobilität der Zukunft. So kann langfristig Wohlstand durch Mobilitätsinfrastruktur geschaffen werden.
Sozialpartner
Aus Sicht der Sozialpartner (Arbeiter- und Wirtschaftskammer) liegt der Nutzen von ROBERTA in der Sicherung/Schaffung von Arbeitsplätzen und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Österreich. Dies erfolgt zum einen durch die Stärkung regionaler Entwicklung. Eine bessere Verkehrsanbindung kann die Attraktivität ländlicher Regionen steigern – für Wohnraum, Tourismus und lokale Wirtschaft. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsfelder im Bereich Wartung, Betrieb und Datenmanagement. Zum anderen erfolgt die Stärkung durch die Garantie der Mobilität für alle (Vermeidung von Mobilitätsarmut). Besonders ältere Menschen, Jugendliche, ohne Führerschein oder Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren von einem zuverlässigen, barrierefreien Angebot. Automatisierte Busse können helfen, soziale Teilhabe zu fördern und Isolation zu vermeiden.
Weitere LOC-Partner
Der Rahmen der weiteren LOC-Partner – d.h. keine Fördergeber und keine Sozialpartner – erstreckt sich von Busbetreibern, Verkehrsverbünden, Infrastrukturunterstützung bis hin zu allen involvierten Gemeinden der Pilotbetriebe. Nur durch diese starke Unterstützung wird es möglich, alle Betriebe in den vier Pilotregionen, planmäßig über die Bühne gehen zu lassen.
Beirat
Durch den international sehr breit besetzten Beirat, schaffen wir die Voraussetzung, ROBERTA schon sehr früh über die Grenzen von Österreich hinaus sichtbar zu machen. Durch die laufende internationale Dissemination sollen wissenschaftlich relevante Themen im Detail mit Expert*innen aus ROBERTA diskutiert und somit die Expertise österreichischer Stakeholder untermauert werden. Der Projektbeirat wird als wesentlicher Schlüssel zu ROBERTA gesehen, schnell und laufend von internationalen Vorzeigeprojekten und Expert*innen zu lernen. Weiters ist er ein wichtiger Hebel zur Verwertung der Projektergebnisse pro Partner sowie für das gesamte Projekt. Bei der Zusammensetzung wurde auf die Vielfalt von Disziplinen und Expertise großer Wert gelegt. Der Beirat wird alle sechs Monate im Projekt integriert.
LOI-Partner
Letter of Intent
Im Rahmen der Vorbereitung des Projektes wurde ein hohes Interesse an dem Projekt gezeigt. Neben Partner*innen, die einen LOC mit konkreten Leistungen unterzeichnet haben, gab es zahlreiche Stakeholder, die entweder informiert bleiben oder auch konkrete Leistungen für das Projekt anbieten möchten. Unter anderem zeigten sich Fahrzeughersteller sehr interessiert und haben dies auch mit einem unterzeichneten LOI unterstrichen.